Tourenbuch von Thomas Kukla

Hier finden Sie in Kürze wieder die neuesten Aktionen von mir. Beste Grüße, Thomas.

 

Zart Bitter, OPERA VERTICAL IX-, Torsäule Hochkönig (23.09.2010)

Kategorie: alpines Sportklettern

Von Thomas K.

Meine Haut zwar schon schwer beleidigt von gestern, aber zum Glück heute bei etwas kühleren Temperaturen, gab es nun kein Halten mehr. Eine tolle Tour mit logischer Routenführung, top Fels, guter Absicherung und teilweise steileren Passagen als man von unten vermuten würde. Allerdings gibt es auch einieges an Platteneierei wo der Bizeps weniger entscheidet, als Beintechnik und hartes Schuhwerk. In der heutigen Zeit wieder mal richtig geil so etwas zu klettern, wo man am Ende die Waden mehr spührt als den Oberkörper.

Schöne Grüße von der Beintechnik :)

PS: nicht glauben nach den 8er und 9er Längen ist`s geschafft. Viel Spaß in den 7ern.

PSS: Alles Gute zum Geburtstag Butti

Fein Herb, SÜDPFEILER 93 VII+, Torsäule Hochkönig (22.09.2010)

Kategorie: alpines Klettern

Von Thomas K.

Nach einer Dosis Twinrix für meinen nächsten Nepal Aufenthalt, hies es für mich und meinen alten Freund und Alpinhelden der 60er Jahre, wiedereinmal auf nach Bischofshofen und hinein in eine Prechtige Tour. Ein bisschen Sadomaso muß halt jedes Jahr einpaarmal sein um danach wieder zu wissen was es heist Sportklettern zu dürfen?! Müssen!!

Der Südüfeiler 93 ursprünglich die Erste Tour im zentralen Wandteil der Torsäule, wurde dann 93 "saniert" und dabei auch begradigt.

Herrlich rauer Fels und über weite Strecken auch tolle Riss und Plattenkletterei. Sofern man sich von 20m runouts zwischen Normalhaken im 7. Schwierigkeitsgrat nicht abschrecken läßt. Oder man(n) über genügend schwarzen Humor verfügt und das Ganze einfach nicht so eng sieht.

Woher meine Magenverstimmung kam bleibt mein Geheimnis, Twinrix oder doch........ :)

Tipp: VII+ nicht unterschätzen, Friends und Keile einpacken;)

Doloprolo, und die Gelbe Mauer IX- Kleine Zinne (15.09.2010)

Kategorie: alpines Sportklettern

Von Thomas K.

Eine lustige Konstilation aus Butti, alias Knattafix ( Boulderer ) und meiner Wenigkeit ( Hochtourenwanderer ) bildete die Seilschaft für unseren Ausflug in die Sextener Dolomiten. Die Hochgeschwindigkeitsanraise mit Aloisius brachte uns mit unglaublichen 60 km/h in nur 5 Stunden ans Ziel.

Nach einer kurzen Einschulung über die Handhabung von Seil und Sicherungsgerät fanden wir uns wenig später am Stand der ersten Seillänge wieder.Allerdings mit dicken Unterarmen und der Erkentniss, dass harte Boulder und Mont Blanc Überschreitungen nicht unbedingt die beste Vorbereitung für 300m gelb überhängenden Dolomit ist. An diesem Tag gelang uns noch die zweite Seillänge und kurz vor beginn der Dunkelheit traten wir unsere luftige Reise zurück in die horizontale Welt an, wo uns Aloisius mit Bier und Penne con Pesto erwartete.

Höhenluft und Alkohol macht angeblich euforisch, so machte diese Mischung auch vor uns nicht halt und wir träumten von einer onsight Begehung am nächsten Morgen. Es blieb allerdings beim Träumen. Wie wir spätestens nach drei schwer motivierten Seillängen feststellen und akzeptieren mußten.

Die geniale Kletterei lies uns allerdings über so einiges hinwegschauen und so hatten wir weiter zumindest teilweise Spaß an dem was wir gerade taten.

Eine meiner Meinung nach, trotz aller Kritik mit Hirn und Gefühl für die richtige Linie von Stefan Glowacz und Kurt Albert eingerichtete Top Route in den Drei Zinnen. We will be back!!

Skitourenwoche Chamonix (23. - 28.04.2010)

Kategorie: Skihochtour

Von Thomas K.

In der Mont Blanc Region herrschen trotz der Tatsache dass wenig Schnee vorhanden ist sehr gute Tourenverhältnisse.

Mer de Glace ist perfekt, Spalten zu und es kann bis zur Montenvers Bahn abgefahren werden. Auch die Mont Blanc Überschreitung über Tacul und Maudit hat gute Verhältnisse. Schnee im Gebiet bis ca. 1800m.

Für Eis Aspiranten sei erwähnt das heuer sehr wenig Eis in den Couloirs vorhanden ist. Das Firndreieck am Tacul hat allerdings super Eisverhältnisse. Chere Couloir begehbar. Alle Touren im Bereich Supercouloir / Gabarrou sehen sehr trocken aus.

Die westseitige Abfahrt über Col de la Berangere vom Domes de Miage kann man nur Empfehlen!!

Bad Goisern, Astrophant WI 6 40m (13.02.2010)

Kategorie: Erstbegehungen Wasserfallklettern

Von Thomas K.

Schon seit ein paar Jahren schaue ich mir diese schöne Linie immer wieder an. Und heute sollte alles passen. Mit meinem Sicherungspartner Martin der mich schon bei zwei weiteren Erstbegehungen tatkräftig unterstützt hat, war der Grundstein für eine erfolgreiche Begehung gelegt. Nachdem die Route jetzt eine Zeitlang auf Grund eines Seiles um eine Kerze wachsen zu lassen, ihrer Natürlichkeit beraubt wurde und so auch eine Begehung erhielt, glaube ich dass ich auf der natürlichen Linie der Erste war ( bitte mir eine email schicken wenn ich falsch liege ).

Der Astrophant ist eine tolle Kletterei über zuerst steiles Eis auf einen freihängenden Zapfen und über diesen zum Ausstieg. Wiederholer mögen die Eisbeschaffenheit des Auflagers des Zapfens genauso sorgsam prüfen wie ich!!

Bis dahin schöne Klettermeter im Astrophant.

Zu Gast im Maltatal, Kathedrale WI 5+ 300m (09.02.2010)

Kategorie: Wasserfallklettern

Von Thomas K.

Der kurze Zustieg die über weite Strecken leichte Kletterei und der schnelle Abstieg machte uns die Entscheidung nach 3 Stunden Schlaf leicht und so starteten Roland und ich ins sonnige Kärnten. Da ich meinen Südtiroler Kollegen schon Jahre nicht mehr gesehen habe bestand unsere Kletterei hauptsächlich aus geniesen und pla, pla, pla,....

Zum Fall selbst der ist in super Zustand sowohl die leichteren Längen wie auch die steile schwierigere Länge. Ich glaube die Kathedrale check jetzt momentan im 5. Eisgrad ein. Leider kamen wir heute nicht zum Fotografieren ;)

Koppenwand Eisfälle die Zweite, Eispickel und Schattenspieler WI 5 140m (27.01.2010)

Kategorie: Wasserfallklettern

Von Thomas K.

Der viele  Neuschnee von gestern machte die flacheren Passagen ungut und die Sonne von heute die steilen zapfigen Längen mit vortschreiten der Tageszeit gefährlich. Eisbeschaffenheit in den flachen sowie in den steilen Längen anspruchsvoll zu klettern. In den steilen Längen viel junges Eis und in den flacheren ungute Schneeeinlagerungen. Wir starteten mit der Route Eispickel 3SL WI 5 und Seilten orographisch rechts über den Schattenspieler ab. Bei dem Pulverschnee ungut zu erreichen. Wieder am Boden stiegen wir noch in den Schattenspieler WI 5 120m ein. Schon war es wieder Nachmittag und Zeit zum Heimfahren.

Schleierwasserfall Hallstatt Salzkammergut WI 5 200m (25.01.2010)

Kategorie: Wasserfallklettern

Von Thomas K.

Mein Enthusiasmus nach ein paar Tagen im Fels und Eis, heute mal so richtig im Büro anzureissen, trieb mich bereits um 8 Uhr an den Schreibtisch. Es dauerte nicht lange als eine bekannte Stimme am Telefon mich fragte wie schauts aus, gem ma in Schleierfall? Bei Fragen wie diesen fällt es mir einfach immer sehr schwer nein zu sagen und so kam es, dass ich mich bereits eine Stunde später mit ganz etwas anderem beschäftigte als mit meiner Tastatur am Computer. Nach drei 60m Seillängen die ganz entspannt auf der orographisch rechten Seite an Bohrhaken Ständen gesichert werden können und einer kurzen Passage im 5. Eisgrad, ging wieder einmal ein streßiger Vormittag im "Büro" zu Ende. Bei gar nicht eisklettermäßigen Temperaturen und einer Eisqualität von 2- sollte man sich in den nächsten Tagen vor dem Einstieg ein paar Gedanken machen über den Temperaturverlauf und die Routenwahl. Die letzte Seillänge ist meiner Meinung nach als kritisch zu beurteilen ;)

Mit Georg, im Reich des Supervisors WI 6 270m (21.01.2010)

Kategorie: Wasserfallklettern

Von Thomas K.

Der Extremklassiker und eine der Top Routen Österreichs. Da ich mich diese Saison schon länger mit dem Gedanken gespielt habe in den Supervisor im Gasteiner Anlauftal einzusteigen, kam mir ein Anruf von Georg mit der Frage was hältst du davon, in den Supervisor einzusteigen gerade richtig. Gesagt getan holte ich Georg dann um 7 Uhr früh am Bahnhof in Böckstein ab und wir machten uns auf den Weg zum Einstieg. Die geheime Info vom Vortag, dass zwei Osttiroler das gleiche Ziel wie wir hätten brachte uns in die Gänge um den vermeintlichen Wettlauf zu gewinnen. Die Verhältnisse von Eisqualität und Absicherbarkeit kann man als sehr gut bewerten. Die meisten und größten Eiszapfen sind abgeschlagen und somit hält sich auch der Eisschlag in Grenzen. Wir fanden im unteren Bereich sehr trockenes sprödes Eis, im Mittelbereich von Brause bis röhrig und pilzieg und im Ausstiegsbereich wieder eher sprödes Eis vor. In dieser Route wundert man sich wie es möglich ist, Eis überhängend wachsen zu lassen. Die Eisbalkone können am Besten über rechts überwunden werden. Abstieg über Höhkarsteig oder über Sanduhren ganz gut möglich. Eine ganz große Route, die Ihrem Ruf alle Ehre macht.

von links nach rechts: rechts der Supervisor / im unteren Teil / im oberen Teil

Gi und i im Spradara WI 5+ / 6- (15.01.2010)

Kategorie: Wasserfallklettern

Von Thomas K.

Am Heimweg von meiner Osteopathin in Salzburg lag Untertauern sozusagen am Weg und so verabredete ich mich mit Gi am Nachmittag noch kurz zu einer Spritztour am Spradara. Das ist eine tolle Trainingstour die momentan super Bedingungen aufweist und auf Grund der Masse und schattigen Lage auch noch länger so bleiben wird ;)

Eisfallklettern an der Koppenwand / Untertauern WI 5+ - WI 7- (10.01.2010)

Kategorie: Wasserfallklettern

Von Thomas K.

An den Koppenwänden herrschen zur Zeit gute Verhältnisse. Es sind zwar noch nicht alle Linien klassisch möglich, im Rechten und Linken Bereich der Hauptwand allerdings bis auf die Übergänge (die Schneeeinlagerungen sind etwas ungut) zwischen den einzelnen Etagen, ganz gute Bedingungen. Die 120m hohen Routen von WI 5+ bis WI 7- eignen sich optimal für einen abwechslungsreichen Tag, an dem man dank des schnellen Abstiegs durch Abseilen über Bäume gleich mehrere Routen klettern kann.

Eisauftakt im Großarltal (08.01.2010)

Kategorie: Wasserfallklettern

Von Thomas K.

Den Weihnachtsspeck als Isolator nutzend brachen wir auf zu den Breitenebenfällen im Großarltal. Leider diente uns der Weihnachtsspeck nur als Zusatzgewicht, da wir beim Verlassen des Autos +2 Grad am Thermometer hatten.

Da der linke Fall besetzt war starteten wir mit dem Rechten WI 5. Der Eisaufbau war eher schlecht als recht. Wir fanden neben Röhren und Blumenkohl - Artigen gebilden auch noch viele Möglichkeiten Eisschrauben in Hohlräumen zu versenke. Vielleicht für eine Wiederholung noch ein wenig warten ;).

Dieses Abenteuer gut überstanden starteten wir zum Linken Fall 3 SL WI 4+, hier erwarteten uns ganz gute Bedingungen und eine Wiederholung kann wärmstens empfohlen werden.

Hinterstoisser / Kurz SW - Wand VI  Berchtesgadner Hochthron (September 2009)

Kategorie: alpines(sport) Klettern

Von Thomas K.

Voller Freude eine alpine Kletterroute Zweier großer Bergsteiger wiederholen zu dürfen, machten wir uns auf nach Ettenberg im Berchtesgadner Land. Eine herrlich steile Wand, mit südseitiger Exposition erwartete uns. Mit einem Topo aus dem Jahre Schnee bestückt freuten wir uns auf eine klassische Linie, mit einiegen Quergängen durch diese mit Überhängen gespickte Wand. Der Zusatz im Topo; Hammer und Haken!! machte diese Tour dann erst so richtig spannend. Hammer und Haken hatten wir natürlich keine dabei, wir entschieden uns Zeitgemäß doch lieber für Keile und Friends.

Am Einstieg angekommen erwartete uns bereits ein schönes Hinweisschildchen mit dem Vermerk zu unserer Tour. Ein paar Meter weiter blinkten bereits anstatt der erwarteten Rostgurken wunderschöne Bohrhaken. Wo sich mir wieder die Frage stellt sanieren ja oder nein.

Meiner Meinung nach gehören die alten Klassiker belassen wie sie von den Erstbegehern geschaffen wurden. Nochdazu wenn sie mit so großen Namen verbunden sind wie diese Route. Heut zu Tage gibt es genügend Möglichkeiten um solche Routen mit mobilen Sicherungsmitteln auch sicher zu gestalten. Auf diese Art und Weise, Routen im Gebirge abzusichern degeneriert den Bergsport und den Alpinismus an sich und versportlicht zusehens. Wenn wir dieser Entwicklung weiter folgen wird es in unserer Region bald unmöglich sein alpine Klassiker zu wiederholen. Somit wird der Alpinismus aus unseren Bergen und Hütten vertrieben.

Wenn einen abgeschlagene bzw. umgeschlagene Normalhaken nicht stören eine jetzt LIEBE Tour.

Zwei große Routen aus der Riege des Alpencross (August 09)

Kategorie: alpines Klettern

Von Thomas K.

Bei Gewitter und Starkregen erreichten wir (Gerhard S. und ich) gegen 18 Uhr das Rif. Duca d`Aosta in der Tofana. Der nächste Morgen begann bei bestem Wetter um 5 Uhr mit einem eher dürftigen Frühstück.

Über das Rif. Dibona in der Tofana di Rozes, benannt unter anderem nach dem Erstbegeher unserer Route, erreichten wir nach 1 Stunde den Einstieg der klassischen Südwand IV+ an der Tofana di Rozes 3225m.

Erstbegangen unter der Führung von Angelo Dimai mit Verzi, Siorpaes und den ungarischen Baronessen Ilona und Rolanda Eötvös 1901.

Es erwartete uns eine wirklich herrliche, abwechslungsreiche, teils steile Kletterei in festem Dolomitgestein, an Platten, Rissen, Kaminen und Verschneidungen. Nach 800 Hm und 3:45h erreichten wir bei Traumwetter den Gipfel der Tofana di Rozes.

Am nächsten Tag ging es dann weiter Richtung Süden in die Brenta, genauer gesagt, zur Brentei Hütte.

Vom Rif. Vallesinella über das Rif. Casinei zum wunderschön am Fuße des Crozzon di Brenta gelegenen, und einst vom Großmeister Bruno Detassis selbst bewirteten, Rif. d. Brentei.

Unser Ziel für den nächsten Tag war die 800m hohe Nordostwand des Crozzon, über die Via delle Guide V+.

Das Gespür von Detassis für die herrlich gerade Linie, das Ambiente und der lange alpine Abstieg machen die Route zu dem was sie ist, ein ganz großer Klassiker der Dolomiten.

Die Kletterei an sich, mit 3 schönen Seillängen in gutem Fels, veranlasste uns nicht zur Überschwenglichkeit, das Gesamterlebnis allerdings!

21 Stunden und Paul Preuß (Juli 09)

Kategorie: alpines Sportklettern

Von Thomas K.

Mit Martina D. in einer der längsten Touren der Ostalpen am gr. Bratschenkopf - Freier als Paul Preuß 28 SL VII.

Start um 3 Uhr morgens von B.G. zur Kopphütte. Das Einstiegsschneefeld bereitete unseren Laufschuhen kleine Probleme, die uns zu einer 100m Traverse, von rechts nach links, direkt in die 2. Seillänge der besagten Tour zwangen. Bei stahlblauem Himmel in so einer Tour unterwegs sein zu dürfen ein Traum? In den engen Kletterschuhen,...:-)

4. + 5. SL gut gesichert und im Verhältnis frei geklettert überbewertet, Was heißt, es sind dies nicht die Schlüssellängen!!

In der 6. SL über Band hard right, Zwischenstand hilfreich.

2. Teil der Tour ab 18. SL anspruchsvoller als der untere Teil. Hier wird die Absicherung karger und die langen SL müssen wirklich geklettert werden. Wer den 7. Schwierigkeitsgrat gut drauf hat wird in dieser Tour viel Genuss und Kletterspaß haben. Vom 1. - zum letzten Zug sehr abwechslungsreiche Kletterroute. Speziell im oberen Teil einfach geil. Danke Albert für solche Touren!!

Eine halbe Stunde nachdem wir nach 11 Stunden aus der Wand ausstiegen holte uns wiedereinmal das Gewitter im Wettlauf gegen Raum und Zeit ein und wir waren sehr froh als wir um Mitternacht, nach 21 Stunden einem langen Tag und kurzer Nacht wieder in B.G. waren.

PS: Bei Schluchtquergang in der 16.SL Trinkwasser.

Koppenkar, - Ultraplus VII+, - Metamorphose IX- und die Verwandlung,.. (Juli 2009)

Kategorie: alpines Sportklettern

Von Thomas K.

Wieder einmal mit meinem Kärntner Kollegen Fieger Georg unterwegs in heimischen Gefielden.

Trotz unsicherem Wetterbericht beschlossen wir heute die Ultraplus und wenn noch Zeit bleibt, die Metamorphose zu klettern.

Zum Aufwärmen und Einklettern genau das Richtige. Die Ultraplus eine absolut geile Tour in super Fels.

Der Stand nach der 3. Seillänge, eine Sanduhr sieht nicht sehr Vertrauenserweckend aus, weshalb wir am Bolt etwas tiefer Stand machten. Danach könnte man überall klettern, aber am Besten leicht rechts und über Riß direkt die Sanduhr anklettern. Danach wieder alles sehr logisch.

Nach ein paar Wetterkapriolen von Regen und Sonne standen wir nach ein paar Stunden wieder am Fuße des Kopps. Die Metamorphose mit ihren silber schimmernden Platten und gelben senkrechten Passagen zog uns so richtig an.

Ein paar Augenblicke später hing ich schon wie eine Ölsardine im sogenannten Rissdach der 3. Seillänge. 5. und 6. Seillänge für die Schwierigkeitsbewertung sehr anspruchsvoll. Danach erfuhren wir, woher wahrscheinlich der Name der Tour rührt, die Verwandlung von Sonne in Platzregen Hagel und Wind (siehe Photo)

Photo: Fieger G.

3 Tage 3 Grate (07. - 09.06.2009)

Kategorie: alpines Felswandern

Von Thomas K.

Diese drei Tage Genußgrate führten uns vom Hochkönig ins Gesäuse. Genauer vom Vierrinngrat 4+ über Buchstein Westgrat 3, zum Roßschweif 3 aufs Hochtor. Tag 1 bei leichtem Regen und starken Wind am Vierrinngrat eher ungemütlich insbesondere der Abstieg vom Vierrinnkopf. Abklettern im 2. - 3. Schwierigkeitsgrat in makaberen Gestein ist nicht jedermannssache.

Am 2. Tag wurden wir auf unserer Wanderung von einem momentan nicht existierenden Buchsteinhaus überrascht. Befindet sich gerade wieder im Aufbau. Auf der gegenüberliegenden Nordseite mit Dachl, Roßkuppe usw. Top Bedingungen auch was die Zu und Abstiege betrifft. Am 3. Tag war dann last but not least alles perfekt Wetter Tour und Hütte. Ein paar Höhenmeter und schwere Beine waren dann mein Begleiter von Johnsbach zurück nach Bad Goisern.

Was ist Felsklettern? (01.05.2009)

Kategorie: alpines Sportklettern

Von Thomas K.

Wurde uns (Georg und ich ) nach einem langen Winter im Eis und ( leider nur ) ein paar mal in der Kletterhalle, von Manolo in seiner Tour am Zanzara Pfeiler, der Zanzara VIII+ 14 SL wieder einmal vor Augen geführt.

Die Tatsache dass in so einer Tour die Griffe teilweise doch etwas kleiner sind als der Griff am Eisgerät, beschärte uns das Eine oder Andere mal dicke Unterarme. Genauso die Erkenntnis dass die Griffe ja nicht mehr so schön bunt sind wie die in der Halle, erinnerte uns wieder daran was es heißt am Fels zu klettern. Diese Begleiterscheinungen trübten aber nicht den Spaß und die Freude die wir hatten bei Traumwetter in einer ganz gewaltigen Tour eines ganz großen Kletterers unserer Zeit unterwegs sein zu dürfen.

Die Absicherung ist perfekt, es muß allerdings schon zwischen den Haken geklettert werden und nicht glauben, die Längen im VII ten Grad wären geschenkt. Auf 14 Seillängen ist eine gewisse Kraftausdauer gefragt um Spaß, anstatt Streß zu haben.

Photo: Fieger G.

Flucht in den sonnigen Süden (12. - 13.03.2009)

Kategorie: Skitour

Von Thomas K.

Die schlimme NW Strömung und die damit einhergehende Wetterbegünstigung im Süden des Alpenhauptkammes, führte uns in die Dolomiten, genauer gesagt in die Ampezzaner Dolomiten.

Ziel dieser zweitägigen Tour war zum Einen die Tofana di Rozes 3225m und zum Anderen der Monte Formin 2657m.

Der stürmische NW Wind und die damit verbundene Schneeverfrachtung zwang uns, in der bis zu 50° steilen Gipfelkallotte der Tofana, aufgrund der massiven Schneebrettgefahr auf 2850m, zum Umkehren.

Massive Schneemengen von 5m sind im Gebiet keine Seltenheit. Momentan Schneebrettgefahr! Ein Schneeprofil zeigte allerdings südseitig eine gut gesessene Schneedecke aufgrund abbauender Umwandlung, Schmelz- und Gefrierprozesse.

Der nächste Tag führte uns zum Monte Formin, durch ein langes Kar am Fuße der Croda da Lago. Schneeverhältnisse gleich der der Tofana. Nach einem langen Gipfelplateau wurden wir mit einem herrlichen Dolomiten Rundblick auf Marmolada, Monte Pelmo, Sorapis, Civetta die Tofanen und Cristallo belohnt. Nach getaner Arbeit genossen wir die letzten Sonnenstrahlen und mit dem Wissen um das Wetter im Norden schmeckte der Cappucino auf der Heimfahrt ganz besonders gut.

 

Photos: Kukla T.

Auf der Suche nach Eis... (08.03.2009)

Kategorie: Eisklettern

Von Thomas K.

... wurden wir fündig im letzten Eck des Maltatals.

Im Bereich Superfeucht ist das Eis noch gewaltig gut, so konnten Fiege und ich bei sehr frühlingshaften Temperaturen, noch 6 super Seillängen von WI4 - WI5+ genießen. Somit sind alle Varianten im Bereich Superfeucht / Supertrocken noch sehr gut begehbar.

Wenn der Föhn nicht massiv zunimmt wahrscheinlich sogar noch längere Zeit.

Im Gegensatz zu den anderen Routen im Tal, die allesamt nicht mehr gut aussehen.

So werden auch Georg und ich die nächste Zeit das Eis eher in einer Gelateria am Gardasee oder sonst wo genießen, aber sicher nicht mehr im Maltatal.

Superfeucht

Photo: Fieger G.

Trip ins Seebachtal oder besser gesagt Maltatal (15.02.2009)

Kategorie: Eisklettern

Von Thomas K.

Unser Ausflug ins Seebachtal erwies sich, wie vermutet bei einer massiven Nord – West Strömung, eher als Flop. Was heißt, viel zu viel Triebschnee, zumindest für unseren Geschmack.

Das Eis im Seebachtal sieht ganz gut aus insbesondere die Hollandia Wall, jedoch auch hier sehr viel Triebschnee. Generell sind die Zustiege zurzeit eher Lawinengefährdet. Das Eis allerdings wird sich noch eine Weile gut beklettern lassen.

Was bleibt uns also wie so oft anderes übrig, als ins „lawinensichere“ Maltatal auszuweichen. Und nicht nur uns….. Momentan ganz gute Verhältnisse im Tal.

Schneeketten nicht vergessen. Die Temperatur von -11C und Wind von 60km/h zwang uns, zu der einen bzw. anderen Aufwärmroute, bis wir heute doch noch etwas aus dem angebrochenen Tag machen konnten. Fiege und ich kletterten die Toom stoned, ein gewaltiger freihängender Zapfen der über eine M5 Querung erreicht wird, und das bei Top Bedingungen.

Das nicht nur wir auf Grund der Kälte nicht mehr sprechen konnten und es wirklich sau kalt war, wurde uns dann auch beim obligatorischen Bier, im Maltainer Hof mehrmals bestätigt.

Bilder von Toom stoned
Photo: Fieger G.